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Rücken - Tipp'sruecken_tipps_1Bild: Tempur

 

Ursachen von Rückenschmerzen

Für die Entstehung von Rückenschmerzen gibt es zahlreiche Ursachen, die sich untereinander beeinflussen können. Dazu gehören körperliche, verhaltens- und haltungsbedingte Faktoren, äußere, umweltbedingte Einflüsse sowie psychische Ursachen. Der überwiegende Anteil der Rückenschmerzen sind lokale, unspezifische Beschwerden. Das bedeutet, die Schmerzen bleiben auf die betroffene Wirbelsäulenregion beschränkt. Bei etwa vier bis fünf Prozent der Betroffenen strahlen die Schmerzen jedoch durch die Reizung oder Schädigung von Nervenwurzeln, z.B. bei einem Bandscheibenvorfall, in die Beine oder Arme aus. Häufig sind chronische Erkrankungen wie Rheuma oder Osteoporose die Ursache für Rückenschmerzen.
Rückenschmerzen sind oft eine Folge von falschen Schlafunterlagen. Zu weiche und zu harte Schlafunterlagen können der Wirbelsäule in jeder Liegelage schaden.

Schlechte Haltung verursacht Rückenschmerzen

ruecken_tipps_2Vor allem einseitige, falsche Belastungen und zu langes Sitzen am Arbeitsplatz, vor dem Fernseher oder im Auto, machen sich auf Dauer bemerkbar. Sie schädigen nicht nur die Bandscheiben, auch die Muskulatur von Rumpf, Nacken und Schultern muss dann erhöhte Haltearbeit leisten.Durch die schlechte Haltung wird die Muskulatur überdehnt und es kommt zu Muskelverspannungen und Schmerzen. Auf Grund der Schmerzen wird eine ungünstige Schonhaltung eingenommen, die Muskulatur wird überdehnt, die Verspannung verstärkt sich weiter und löst immer stärkere Schmerzen aus – ein Teufelskreis, der langfristig bleibende Schäden verursachen kann. Oft hilft in diesen Fällen nur eine effektive Schmerztherapie, um den Teufelskreis zu durchbrechen.

 

 

Tägliche Bewegung hält Ihren Rücken in Form

ruecken_tipps_3Bewegung ist die beste Medizin gegen Rückenprobleme - und damit ist jede Art von Bewegung gemeint. Ob Sie Ihren Körper drehen, beugen oder neigen, ob Sie sitzen oder stehen, tun Sie es kontrolliert und ändern Sie dabei häufig die Position. Das beugt einer Überlastung der Wirbelsäule vor. Erledigen Sie kurze Wege zu Fuß. Nehmen Sie die Treppe statt den Fahrstuhl. Jede Bewegung dient Ihrer Muskulatur und damit indirekt Ihrem Rücken. Wenn sich bereits ein Schaden entwickelt hat, sollte man seinen Arzt fragen, ob bestimmte Bewegungen zu vermeiden sind. In der Regel werden die Einschränkungen geringer sein als erwartet. Muskeln und Gelenke, die nicht komplett in Anspruch genommen werden, stellen Teilfunktionen ein und reagieren mit Schmerzen, wenn sie unerwartet gefordert werden. Deshalb ist es hilfreich, mindestens einmal am Tag die gesamte Wirbelsäule durchzubewegen. Dabei sollten Sie ruckartige Bewegungen und Gewalt vermeiden.

 

 

 

 

 

 

10 Tipps für einen gesunden Rücken

  1. Bewegen Sie sich.
  2. Halten Sie Ihren Rücken gerade.
  3. Gehen Sie in die Hocke anstatt sich zu bücken.
  4. Heben Sie keine schweren Gegenstände.
  5. Verteilen Sie Lasten und halten Sie diese dicht am Körper.
  6. Halten Sie beim Sitzen den Rücken gerade und stützen Sie den Oberkörper ab.
  7. Stehen Sie mit leicht gebeugten Knien.
  8. Liegen Sie mit leicht gebeugten Knien.
  9. Treiben Sie Sport, am besten Krauloder Rückenschwimmen, Laufen und Rad fahren.
  10. Trainieren Sie täglich Ihre Wirbelsäulenmuskeln.


Die kleine Rückenschule

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1. Katzenbuckel 
(Entspannt die Rückenmuskulatur) 

Oberkörper locker nach vorne zwischen die geöffneten Beine fallen lassen. Den Kopf auch frei nach unten hängen lassen. Wenn es keine Probleme bereitet, zur Steigerung noch die Arme hinter dem Rücken nach oben drücken und dabei unter den Stuhl durchschauen. Die Position 7 Sekunden halten.

 

 

 




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2. Halbe Saigonhocke
 (Dehnt die untere Rückenmuskulatur)

Auf einem Stuhl sitzend das linke Bein zu sich anwinkeln und den Fuß auf dem Stuhl aufsetzen. Mit den Armen dieses Bein umschlingen und weiter zu sich heranziehen. Das aufgestellte Knie ist in der Ellenbogenbeuge des rechten Armes, der Oberkörper ist somit leicht nach links gedreht. Übung dann gegenläufig durchführen. Position jeweils 7 Sekunden halten.

 

 

 

 

 

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3. Gedrehter Katzenbuckel 
(dehnt die Schulter- und untere Rückenmuskulatur)
Bewegung ist die beste Medizin gegen Rückenprobleme - Rechtes über linkes Bein schlagen. Mit der rechten Hand den rechten Vorfuß innen umfassen und den Oberkörper nach vorne beugen. Der Fuß drückt die Hand und den Oberkörper bodenwärts. Mit beiden Beinen im Wechsel durchführen. Position jeweils 7 Sekunden halten.

 

 

 

 

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4. Äpfel pflücken
 (Streckt die Wirbelsäule)

Im Stand beide Arme nach oben strecken - Beine leicht gespreizt und nicht durchgedrückt. Abwechselnd je einen Arm nach oben strecken und nach einem imaginären Apfel greifen. Dabei jeweils die entsprechende Seite des Oberkörpers strecken. Wichtig: den Kopf gerade halten und nicht auf die Zehenspitzen stellen.

 

 

 

 

 

 

 

HINWEIS!
 Gönnen Sie Ihrem Rücken mindestens zwei- oder dreimal am Tag diese Bewegung – ideal wäre alle 2 Stunden.