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Moderne Wundversorgung

Wunden sind weit verbreitet: Dekubiti bei bettlägerigen Patienten, verschiedene Ulcera bei Menschen mit schweren Venenleiden und schlecht heilende Wunden bei Diabetikern. Oft führt die konservative Therapie mit Gaze und Verbänden nicht zum gewünschten Ergbnis. Deshalb setzt sich unser stoma team bei Ärzten für den verstärkten Einsatz von Produkten der modernen Wundversorgung ein: Hydrolloidverbände und Alginate begünstigen eine schnelle Wundheilung im feuchten Milieu. Für die Patienten hat dies den großen Vorteil, dass die Wundversorgung in größeren Zeitintervallen erfolgen kann. Der Verband wurd nur gewechselt, wenn es motwendig ist. Mit der modernen Wundtherapie werden zudem enorme wirtschaftliche Einsparungen möglich. Die höheren Kosten für den einzelnen Verband werden durch den geringen Pflegeaufwand und die kürzere Therapiezeit mehr als ausgeglichen. So werden wirtschaftliche Reserven genutzt, von denen außerdem die Patienten profitieren.Die Wunden heilen schneller, schmerzreduzierter und unter verminderter Narbenbildung.


Ulcus cruris

Das Ulcus cruris (Unterschenkelgeschwür oder "Offene Beine") ist ganz allgemein ein Substanzverlust am Unterschenkel, der zu einer nicht normal heilenden Wunde führt. Die meisten entstehen durch Venenleiden. Venenerkrankungen, Diabetes, Ödeme und arterielle Durchblutungsstörungen sind sehr oft die Folge von Herz-Kreislauferkrankungen. Um die Ursache eines Ulcus cruris zu ermitteln, ist es zwingend notwenig, die Grunderkrankung des Patienten zu kennen. Abhängig von der Krankengeschichte und dem Zustand der Wunde sind sehr unterschiedliche und individuelle Behandlungskonzepte erforderlich. Wichtig ist in jedem Fall eine genaue Abklärung der Ursachen durch den behandelnden Arzt.

Mögliche Faktoren, die eine Wundheilung hemmen können sind beispielsweise:

Allergien
Austrocknung
Blutungen
Hämatome
Infektionen
Kälte
Nekrosen
Traumtisierende Operationstechniken
Ungünstige Wundbeschaffenheit
Unsterile Verbandwechsel
Vitaminmangel


Dekubitus

Es handelt sich beim Dekubitus um einen Hautdefekt, der infolge des körpereigenen Auflagedruckes hervorgerufen wird. Man spricht daher auch vom Druckgeschwür. Solche Druckgeschwüre bilden sich bei permanent sitzenden oder liegenden, immobilen Patienten. Ältere Personen sind durch Veränderung der Haut, reduzierter Beweglichkeit und Sensibilität besonders häufig von diesen chronischen Wunden betroffen.

Mögliche Risiken für die Entstehung sind beispielsweise:

Mangelernährung
Inkontinenz
Infektionen
Diabetes
Chronische Erkrankungen
Coxitis
Mobilität

Mögliche Faktoren, die sich positiv auf eine Wundheilung auswirken können sind beispielsweise:

Steriler Verbandwechsel
Gewebeschonende Operationstechniken
Gute Durchblutung
Keimfreie Wundverhältnisse
Lagerung und Ruhigstelle der Wunde

Für die einzelnen Wundheilungsphasen stehen folgende interaktive Auflagen zur Verfügung:

Hydrokolloide
Hydrofase
Hydrogele
Alginate
Schaumstoffe
Spül-Saugkompressen